Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich lebe mit meinem Partner zusammen, aber wir verbringen im Alltag immer weniger Zeit miteinander. Unter der Woche haben wir beide Termine und Aufgaben, am Wochenende kommen bei ihm häufig weitere Dinge dazu. Abends essen wir manchmal gemeinsam, danach macht jeder noch etwas für sich. Verabredungen zu zweit werden immer wieder verschoben. Unsere Gespräche drehen sich meistens um Einkäufe, Termine, Arbeit oder den nächsten Tag.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Für ihn scheint gerade alles andere wichtiger zu sein. Früher hat er von selbst gefragt, was wir am Wochenende machen. Vielleicht ist ihm gar nicht aufgefallen, wie wenig wir inzwischen miteinander machen. Wenn ich immer erst nach gemeinsamer Zeit fragen muss, bringt das doch nichts. Vielleicht sind wir einfach an einem Punkt angekommen, an dem unsere Beziehung nicht mehr denselben Stellenwert hat.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin enttäuscht, einsam und gereizt. Gleichzeitig bin ich verletzt und manchmal neidisch auf die Zeit, die er anderen Dingen widmet. Ich fühle mich zurückgesetzt und unzufrieden mit unserem Alltag. Zwischendurch bin ich auch unsicher, weil ich nicht weiß, ob ich die Situation zu ernst nehme.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich frage seltener nach gemeinsamen Plänen, weil ich nicht wieder eine Absage bekommen möchte. Wenn er abends noch etwas erledigt, ziehe ich mich ins andere Zimmer zurück. Ich antworte manchmal nur knapp, wenn er von seinem Tag erzählt. Statt etwas vorzuschlagen, beschäftige ich mich selbst mit meinem Handy oder erledige noch Hausarbeit. Wenn er spontan Zeit hat, bin ich oft schon verplant.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, der Erwartung die Freiheit zu geben, dass mein Partner von selbst merken muss, wie sehr mir unsere gemeinsame Zeit fehlt.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass sein voller Alltag nicht automatisch bedeutet, dass unsere Beziehung ihm unwichtig ist.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, offen, zugewandt und hoffnungsvoll zu sein, auch wenn ich noch nicht weiß, ob sich zwischen uns sofort etwas verändert.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, ihm heute beim Abendessen konkret zu sagen, dass ich am Samstag gerne mit ihm frühstücken und anschließend gemeinsam einkaufen möchte.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass diese schwierige Phase zu meinem Leben gehört, weil sich Beziehungen mit dem Alltag verändern und nicht jede Distanz bedeutet, dass die Liebe verschwunden ist. Sie kann mir langfristig guttun, weil ich dadurch genauer merke, welche gemeinsame Zeit mir wirklich wichtig ist und sie nicht einfach dem Zufall überlassen möchte.
Deine Antwort:
Ich bin frei, ihm heute beim Abendessen konkret zu sagen, dass ich am Samstag gerne mit ihm frühstücken und anschließend gemeinsam einkaufen möchte, wenn der Alltag mal wieder wichtiger ist als gemeinsame Zeit.
Deine Antwort:
- Ich schlage meinem Partner heute für diese Woche eine konkrete gemeinsame Stunde vor, statt allgemein mehr Nähe zu wünschen.
- Ich lege beim Abendessen mein Handy weg und frage ihn nach einer Sache, die ihn heute beschäftigt hat.
- Für morgen plane ich einen kurzen Spaziergang nach dem Essen.
- Am Wochenende reserviere ich zwei Stunden nur für uns, auch wenn wir dafür einen anderen Termin verschieben müssen.
- Und wenn er einmal keine Zeit hat, mache ich nicht sofort einen neuen Vorwurf daraus, sondern plane etwas, worauf ich mich selbst freue.

