Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich verbringe inzwischen viel Zeit allein und halte den Kontakt zu Freunden und Bekannten nicht mehr so regelmäßig wie früher. Nachrichten beantworte ich oft erst nach einigen Tagen, Einladungen sage ich gelegentlich ab, und auch im Alltag komme ich selten von mir aus mit anderen ins Gespräch. Nach der Arbeit sitze ich meistens zu Hause und beschäftige mich mit meinem Handy oder dem Fernseher.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Eigentlich könnte ich mich mal wieder bei den anderen melden, aber jetzt ist schon so viel Zeit vergangen.
Was soll ich denn nach Wochen überhaupt schreiben?
Wahrscheinlich haben die sowieso genug um die Ohren. Und wenn ich nach Feierabend einfach meine Ruhe haben will, ist das doch auch in Ordnung. Trotzdem kann das nicht alles gewesen sein, was ich nach der Arbeit noch mache.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin oft antriebslos und manchmal ziemlich einsam.
Es nervt mich, dass ich selbst einfache Dinge wie einen kurzen Anruf so lange vor mir herschiebe.
Gleichzeitig genieße ich meine Ruhe und bin froh, wenn ich mich nicht nach anderen richten muss.
Wenn ich dann aber mitbekomme, dass Freunde etwas zusammen unternehmen, bin ich auch enttäuscht und ein bisschen neidisch.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich lasse Nachrichten ungelesen oder öffne sie, ohne zu antworten. Einladungen lehne ich mit dem Hinweis ab, dass ich müde bin oder noch etwas erledigen muss. Wenn ich Bekannte zufällig treffe, halte ich das Gespräch kurz und gehe weiter. Meine freien Abende verbringe ich meist vor dem Bildschirm, obwohl ich eigentlich genug Zeit hätte, mich mal wieder bei jemandem zu melden.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, meinen Freunden und Bekannten die Freiheit zu geben, dass sie nicht immer von sich aus den Kontakt halten.
Ich bin bereit, mir selbst die Freiheit zu geben, wieder auf sie zuzugehen, auch wenn es nach längerer Zeit etwas komisch ist.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass ich mich nicht erst mit einer besonderen Nachricht oder einem guten Grund melden muss. Ein einfaches „Na, wie geht’s dir? Ist ja schon eine Weile her“ reicht völlig aus, und der andere kann selbst entscheiden, ob und wann er antwortet.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, mich wieder neugieriger, verbundener und zuversichtlicher zu fühlen, ohne gleich zu erwarten, dass daraus sofort wieder regelmäßige Treffen entstehen.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute einem alten Bekannten eine kurze Nachricht zu schicken und beim nächsten Feierabend nicht direkt nach Hause zu fahren, sondern noch eine kleine Runde zu gehen oder irgendwo einen Kaffee zu trinken.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass ich mich nicht absichtlich von anderen Menschen verabschiedet habe, aber durch mein ständiges Aufschieben immer weniger Kontakt entsteht. Wenn ich darauf warte, dass die Lust von allein zurückkommt oder jemand anderes den Anfang macht, kann es noch lange so weitergehen. Die Situation kann mir helfen, wieder mehr Anteil am Leben anderer zu nehmen und selbst etwas anzustoßen. Ich muss nicht sofort wieder so gesellig sein wie früher; es reicht, wenn ich nicht jede Gelegenheit verstreichen lasse.
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute einem alten Bekannten eine kurze Nachricht zu schicken und beim nächsten Feierabend nicht direkt nach Hause zu fahren, sondern noch eine kleine Runde zu gehen oder irgendwo einen Kaffee zu trinken – wenn ich merke, dass ich mich immer mehr zurückziehe und kaum noch etwas mit anderen tue.
Deine Antwort:
- Ich schreibe heute einem Bekannten, mit dem ich früher oft Fußball geschaut habe, und frage, wie es bei ihm läuft.
- Morgen nehme ich mir nach der Arbeit zwanzig Minuten Zeit für einen Spaziergang, statt mich gleich aufs Sofa zu setzen.
- Wenn mir ein Kollege in der Mittagspause etwas erzählt, stelle ich ihm eine zusätzliche Frage, anstatt nur kurz zu nicken.
- Für das kommende Wochenende suche ich mir eine kleine Unternehmung aus, bei der ich andere Menschen treffen kann, ohne gleich einen ganzen Abend verplanen zu müssen.
- Innerhalb der nächsten vier Wochen verabrede ich mich mindestens einmal mit einem alten Freund und warte nicht darauf, dass er den Vorschlag macht.
- Wenn ich zwischendurch wieder einen Abend allein verbringen möchte, ist das völlig in Ordnung, solange ich nicht automatisch jeden Kontakt vermeide.

