Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich habe den Schrebergarten von meinem Onkel geerbt und kümmere mich seitdem darum. Früher bin ich fast jedes Wochenende dort, mittlerweile schaffe ich es oft nur noch für ein paar Stunden. Es gibt immer etwas zu mähen, zu schneiden oder zu reparieren. Die Gartenhütte müsste eigentlich auch mal gestrichen werden. Vieles von dem alten Werkzeug steht noch im Schuppen, obwohl ich es kaum benutze.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Wenn ich den Garten aufgebe, ist auch dieses Stück von meinem Onkel weg. So einen Garten bekommt man nicht einfach wieder.
Vielleicht ärgere ich mich später, wenn ich ihn abgebe. Andererseits fahre ich kaum noch hin und mache meistens nur das Nötigste.
Wie lange soll das noch so weitergehen? Ich kann doch nicht jedes freie Wochenende dafür verplanen.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin hin- und hergerissen. Der Gedanke, den Garten nicht mehr zu haben, macht mich wehmütig. Gleichzeitig bin ich genervt, wenn ich an die vielen unerledigten Arbeiten denke.
Manchmal fühle ich mich schuldig, weil ich mich nicht so darum kümmere, wie es vielleicht sein sollte.
Es ist auch eine gewisse Überforderung dabei, denn ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Und wenn ich dort sitze, kann ich durchaus zufrieden sein – nur hält dieses Gefühl nicht lange an.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich schiebe größere Arbeiten immer wieder auf und erledige nur das, was gerade unbedingt nötig ist. Im Frühjahr kaufe ich neues Saatgut, obwohl ich im letzten Jahr schon nicht alles angepflanzt habe. Wenn ich am Garten vorbeifahre, schaue ich manchmal kurz nach dem Rechten. An freien Samstagen nehme ich mir vor, länger zu bleiben, fahre dann aber doch früher nach Hause. Wenn mich jemand auf den Garten anspricht, wechsle ich meistens das Thema.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
- Ich bin bereit, meinem Schrebergarten und mir selbst die Freiheit zu geben, dass nicht alles so bleiben muss, wie es früher war.
- Ich bin bereit, mir selbst die Freiheit zu geben, den Garten anders zu nutzen oder irgendwann auch abzugeben, ohne damit die Erinnerung an meinen Onkel aufzugeben.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass die Zeit mit meinem Onkel nicht davon abhängt, ob ich seinen Garten unverändert weiterführe. Ich darf schöne Erinnerungen behalten, auch wenn ich heute andere Interessen und weniger Zeit habe. Vielleicht muss ich noch gar nicht endgültig entscheiden, was mit dem Garten passiert. Es reicht erst einmal, ehrlich hinzuschauen, was mir daran noch wichtig ist.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, Wehmut zuzulassen und gleichzeitig Erleichterung zu spüren. Ich darf dankbar für die gemeinsame Zeit mit meinem Onkel sein und mich auf freie Wochenenden freuen. Auch Neugier auf das, was ich mit meiner Zeit anfangen kann, ist erlaubt.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, den Schuppen einmal in Ruhe durchzusehen und nur die Dinge zu behalten, die ich wirklich noch brauche. Ich kann einen Nachmittag im Garten verbringen, ohne mir eine lange Liste an Arbeiten vorzunehmen. Außerdem kann ich mich unverbindlich erkundigen, welche Möglichkeiten es für eine spätere Abgabe des Gartens gibt.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass dieser Garten ein Teil meiner Lebensgeschichte ist, aber nicht meine ganze Vergangenheit festhalten muss. Ich habe dort viele gute Erinnerungen an meinen Onkel und die möchte ich auch behalten. Trotzdem muss ich nicht jedes Wochenende mit Pflegearbeiten verbringen, nur weil der Garten einmal zu unserem gemeinsamen Alltag gehört hat. Vielleicht ist es sogar gut, dass ich mich jetzt damit auseinandersetze, was ich wirklich noch möchte. Ich kann dadurch Platz für andere Dinge schaffen und meine freie Zeit wieder mehr genießen. Die Erinnerung bleibt, auch wenn sich der Garten oder meine Verbindung zu ihm verändert.
Deine Antwort:
Ich bin frei, den Schuppen einmal in Ruhe durchzusehen und nur die Dinge zu behalten, die ich wirklich noch brauche. Ich kann einen Nachmittag im Garten verbringen, ohne mir eine lange Liste an Arbeiten vorzunehmen. Außerdem kann ich mich unverbindlich erkundigen, welche Möglichkeiten es für eine spätere Abgabe des Gartens gibt – wenn ich am geerbten Schrebergarten festhalte, obwohl ich kaum noch Zeit dafür habe.
Deine Antwort:
- Ich nehme mir heute eine halbe Stunde Zeit und schreibe auf, welche Dinge ich am Garten tatsächlich noch gerne mache.
- Beim nächsten Besuch lasse ich die Arbeit liegen, die nicht dringend ist, und setze mich einfach mit einem Kaffee auf die Terrasse.
- Ich fotografiere ein paar Stellen, die mich an meinen Onkel erinnern, damit ich diese Bilder später behalten kann.
- Innerhalb der nächsten zwei Wochen sortiere ich eine Kiste mit Werkzeug aus und verschenke, was ich nicht mehr brauche.
- Außerdem erkundige ich mich bei der Gartenverwaltung, welche Möglichkeiten ich habe, falls ich den Garten irgendwann abgeben möchte.

