Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich interessiere mich fürs Fotografieren und besuche seit einiger Zeit einen Fotokurs. Dort treffe ich auf Leute, die schon viel Erfahrung haben und richtig gute Bilder machen. Bei gemeinsamen Ausflügen fotografieren wir dieselben Motive, aber die Ergebnisse der anderen sehen oft ganz anders aus als meine. Meine Kamera und meine Bilder nutze ich zu Hause inzwischen weniger, obwohl ich eigentlich gern mehr fotografieren würde.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Was soll ich da noch groß lernen, wenn meine Bilder sowieso nicht mithalten können? Die anderen haben einfach ein Auge dafür, ich offenbar nicht.
Wenn ich meine Fotos zeige, sehen die anderen sofort, was daran nicht gut ist. Vielleicht fehlt mir einfach das Talent.
Wieso sollte ich so viel Zeit investieren, wenn ich am Ende doch nur mittelmäßige Ergebnisse bekomme?

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin neidisch auf die guten Bilder der anderen und enttäuscht von meinen eigenen Ergebnissen.
Manchmal ärgere ich mich über mich selbst, weil ich mich so stark vergleichen lasse.
Ich bin angespannt und zunehmend lustlos. Wenn mir doch einmal ein Bild gelingt, freue ich mich kurz darüber, aber das hält nicht lange an.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich fotografiere bei den Kurstreffen weniger und überlasse anderen oft die interessanten Motive. Meine Bilder zeige ich nur selten. Zu Hause vergleiche ich meine Aufnahmen mit denen aus dem Kurs und lösche manche direkt wieder. Wenn ich neue Fototermine sehe, melde ich mich erst einmal nicht an.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, meinen Anspruch loszulassen, beim Fotografieren mit den Besten mithalten zu müssen.
Ich bin bereit, mir selbst die Freiheit zu geben, auf meinem eigenen Niveau anzufangen. Die anderen dürfen ihre Erfahrung haben, und ich darf meine noch sammeln.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass gute Bilder nicht über Nacht entstehen und ich nicht wissen muss, wie weit ich einmal kommen werde. Ich kann von erfahrenen Fotografen lernen, ohne meine eigenen Ergebnisse ständig an ihnen zu messen.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, Neugier, Freude am Ausprobieren und Stolz auf eigene kleine Fortschritte zuzulassen. Ich darf mich von den Fähigkeiten anderer auch begeistern lassen und mich dabei trotzdem mit mir selbst wohlfühlen.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, beim nächsten Fototreffen drei Bilder zu machen, die mir persönlich gefallen, und eines davon den anderen zu zeigen. Ich kann einen Teilnehmer fragen, wie er eine bestimmte Aufnahme gemacht hat, und die Technik anschließend selbst ausprobieren.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass mein Vergleich mit anderen mir die Freude an etwas nimmt, das ich eigentlich gern mache. Diese Situation gehört zu meinem Leben, weil ich mich immer wieder mit Menschen messen werde, die weiter sind als ich. Wenn ich lerne, das auszuhalten und trotzdem dranzubleiben, kann ich auch in anderen Bereichen mutiger werden. Vielleicht entdecke ich dabei Fähigkeiten, die ich gar nicht entwickelt hätte, wenn ich nur das mache, was ich schon gut kann.
Deine Antwort:
Ich bin frei, beim nächsten Fototreffen drei Bilder zu machen, die mir persönlich gefallen, und eines davon den anderen zu zeigen. Ich kann einen Teilnehmer fragen, wie er eine bestimmte Aufnahme gemacht hat, und die Technik anschließend selbst ausprobieren – wenn ich mich ständig mit anderen vergleiche und mich deshalb kaum traue, etwas Neues zu beginnen.
Deine Antwort:
- Ich nehme meine Kamera heute mit nach draußen und suche mir ein Motiv, das mich interessiert, ganz egal, ob daraus ein tolles Bild wird.
- Ich behalte drei Aufnahmen, die mir gefallen, statt sofort nach Fehlern zu suchen.
- Beim nächsten Kurstreffen frage ich jemanden nach einem Tipp zu einer Einstellung, die ich noch nicht verstehe.
- Ich zeige auch einmal ein Bild, bei dem ich mir nicht sicher bin, und höre mir die Rückmeldung an.
- In den nächsten vier Wochen probiere ich jede Woche eine neue Technik aus und halte fest, was mir daran Spaß macht.

