Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich bin 39 Jahre alt und mein Partner hatte vor einigen Monaten eine Affäre, und wir führen unsere Beziehung seitdem weiter.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Ich denke, dass ich nicht ausgereicht habe und dass ich mich verändern muss, damit er bleibt. Außerdem gehe ich davon aus, dass ich wachsamer sein sollte, um so etwas künftig zu verhindern.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich fühle Unsicherheit, Angst, Eifersucht und eine tiefe innere Kränkung.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich kontrolliere unterschwellig sein Verhalten, passe mein Aussehen an und spreche meine Bedürfnisse kaum noch an, um keinen Streit zu riskieren.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
- Ich bin bereit, mir die Freiheit zu geben, nicht die Verantwortung für seine Entscheidung zu tragen.
- Ich bin bereit, meinem Partner die Freiheit zu geben, selbst für sein Handeln einzustehen, ohne dass ich mich verbiege.
- Ich bin bereit, unserer Beziehung die Freiheit zu geben, sich nur dann weiterzuentwickeln, wenn Ehrlichkeit und Respekt wirklich da sind.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass sein Fehltritt nicht automatisch meinen Wert bestimmt und dass ich nicht zur besseren Version von mir werden muss, um geliebt zu werden.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, Selbstachtung und innere Stabilität zu spüren, auch wenn noch nicht alles geklärt ist.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, klare Gespräche zu führen, Grenzen zu benennen und Entscheidungen nicht aus Angst, sondern aus Überzeugung zu treffen.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass diese schmerzhafte Erfahrung zu meinem Leben gehört und dass sie auch für mich gut sein kann, weil ich dadurch lerne, meinen Selbstwert nicht länger von der Bestätigung eines anderen abhängig zu machen und mutiger für meine Bedürfnisse einzustehen – etwas, das ich ohne diese Krise vermutlich weiter aufgeschoben hätte.
Deine Antwort:
Ich bin frei, klare Gespräche zu führen, Grenzen zu benennen und Entscheidungen nicht aus Angst, sondern aus Überzeugung zu treffen, wenn ich meinen Selbstwert von meinem Partner abhängig mache – und er eine Affäre hatte.
Deine Antwort:
- Ich höre auf, mich ständig mit anderen zu vergleichen, und frage mich stattdessen ehrlich, was ich in einer Beziehung brauche, um mich sicher zu fühlen.
- Ich spreche meine Erwartungen klar aus und halte Stille nicht mehr aus Angst aus.
- Ich setze mir kleine Schritte, um meinen Selbstwert im Alltag zu stärken – zum Beispiel indem ich Dinge tue, die mir unabhängig von meinem Partner guttun.
- Ich überprüfe kontrollierende Impulse und entscheide bewusst, ob sie mir wirklich helfen.
- So übernehme ich Verantwortung für mein Leben und lasse die Vorstellung los, dass ich mich verdienen muss.

