Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich bin in tiefer Trauer, weil ich bereits den Verlust meines dritten Ehemannes für mich verkraften muss – durch Krankheit, Unfall und zuletzt durch einen plötzlichen Herzinfarkt. Ich lebe allein, habe kaum noch Bezugspersonen und spüre das Gewicht meiner Verluste wie eine bleierne Decke über meinem Alltag.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Ich denke, dass mein Leben seinen Sinn verloren hat und es nichts mehr gibt, auf das ich mich freuen könnte. Ich frage mich, ob ich überhaupt noch fähig bin, Freude zu empfinden oder einen Neuanfang zu wagen.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich fühle mich einsam, innerlich leer und von der Welt irgendwie vergessen. Die Trauer ist nicht mehr nur ein Gefühl – sie ist Teil meiner Identität geworden.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich ziehe mich zurück, lehne Einladungen ab und rede kaum noch über meine Gefühle – selbst nicht mit meiner Tochter. Ich bin allein in meiner Wohnung, sehe mir alte Fotos an und koche nur noch selten für mich selbst.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
- Ich bin bereit, meinen verstorbenen Ehemännern die Freiheit zu geben, in Frieden gehen zu dürfen.
- Ich bin bereit, der Trauer die Freiheit zu geben, nicht mehr mein ganzes Leben zu bestimmen.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass meine Vergangenheit mir Schmerz gebracht hat, aber auch Tiefe, und dass es in Ordnung ist, jetzt wieder etwas Neues entstehen zu lassen.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, innere Ruhe, Dankbarkeit und ein kleines Lächeln zu spüren – auch wenn der Verlust bleibt.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, mich wieder dem Leben zuzuwenden, Spaziergänge zu unternehmen, mich einer Gruppe für Trauernde anzuschließen und Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu begegnen.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass diese Lebenskrise zu meinem Weg gehört und dass sie mich gelehrt hat, wie tief Liebe geht – und dass es auch für mich gut sein kann, weil ich dadurch den Mut finde, mein Herz wieder zu öffnen – für das Leben, für mich selbst und vielleicht sogar für andere.
Deine Antwort:
Ich bin frei, mich wieder dem Leben zuzuwenden, Spaziergänge zu unternehmen, mich einer Gruppe für Trauernde anzuschließen und Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu begegnen, wenn ich in tiefer Trauer bin, weil ich bereits den Verlust meines dritten Ehemannes für mich verkraften muss.
Deine Antwort:
- Ich beginne, jeden Tag einen kleinen Spaziergang zu machen – egal wie kurz.
- Ich nehme Kontakt zu einer Trauergruppe auf, um mich mit anderen auszutauschen.
- Ich koche einmal pro Woche etwas Besonderes nur für mich.
- Ich schreibe abends in ein kleines Notizbuch drei Dinge, für die ich dankbar bin – auch wenn sie noch so klein sind. So hole ich mir Stück für Stück das Leben zurück, das sich gut anfühlt – ohne Schuldgefühle.
🖤 Checkliste: Trauer loslassen – in deinem Tempo zurück ins Leben finden
✅ 1. Trauer anerkennen
- ☐ Ich gestehe mir zu, traurig zu sein – ohne mich dafür zu schämen.
- ☐ Ich benenne, was oder wen ich verloren habe – und was dieser Mensch mir bedeutete.
- ☐ Ich erkenne an, dass meine Trauer einzigartig ist – und ihren eigenen Rhythmus hat.
✅ 2. Raum für Gefühle schaffen
- ☐ Ich lasse zu, dass Schmerz, Wut, Schuld oder Hilflosigkeit da sein dürfen.
- ☐ Ich halte mich nicht für „zu empfindlich“ oder „zu schwach“.
- ☐ Ich nehme mir regelmäßig Zeit zum Spüren – ohne Ablenkung.
✅ 3. Erinnerung liebevoll bewahren
- ☐ Ich habe einen Ort, Gegenstand oder ein Ritual, um der verstorbenen Person zu gedenken.
- ☐ Ich schreibe manchmal auf, was ich dieser Person noch sagen würde.
- ☐ Ich ehre die Vergangenheit – ohne in ihr gefangen zu bleiben.
✅ 4. Sich selbst Zuwendung schenken
- ☐ Ich achte auf Schlaf, Ernährung und kleine Pausen – auch wenn es schwerfällt.
- ☐ Ich darf auch mal lachen oder Freude empfinden – ohne Schuld.
- ☐ Ich sage mir innerlich: „Ich darf weiterleben.“
✅ 5. Unterstützung annehmen
- ☐ Ich spreche mit vertrauten Menschen über meine Trauer – auch wenn es schwer ist.
- ☐ Ich informiere mich über Trauergruppen, Seelsorge oder psychologische Beratung.
- ☐ Ich weiß: Ich muss diesen Weg nicht allein gehen.
✅ 6. Kleine Schritte ins Leben wagen
- ☐ Ich beginne, neue Routinen zu schaffen, die mir guttun.
- ☐ Ich frage mich: „Was würde mir heute ein kleines Stück gut tun?“
- ☐ Ich plane kleine Lichtblicke – auch wenn sie nur für ein paar Minuten sind.
✅ 7. Die Erlaubnis zum Loslassen geben
- ☐ Ich sage innerlich: „Ich darf loslassen – das bedeutet nicht, dass ich vergesse.“
- ☐ Ich erkenne: Liebe bleibt – auch wenn der Mensch nicht mehr da ist.
- ☐ Ich bin bereit, dem Leben wieder eine Chance zu geben.
Abschlussimpuls:
Loslassen heißt nicht vergessen – sondern dem Leben wieder leise die Tür öffnen.