Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich kaufe immer mal wieder Sachen für meine Wohnung, obwohl eigentlich nichts fehlt. In letzter Zeit schaue ich ziemlich oft nach neuen Geräten oder Möbeln und speichere Angebote auf meinem Handy. Wenn ich etwas Interessantes finde, vergleiche ich Preise und Bewertungen und schaue mir meistens mehrere Videos dazu an. Manchmal bestelle ich etwas auch direkt. Ein paar Wochen später suche ich schon wieder nach etwas anderem.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Mit einem besseren Fernseher wäre das Wohnzimmer schon deutlich schöner. Der neue Kaffeevollautomat wäre eigentlich schon praktisch. Vielleicht würde ich mich dann morgens mehr auf meinen Kaffee freuen. Wenn ich jetzt schon so viel für die Wohnung ausgebe, kann ich es auch richtig machen. Irgendwas fehlt halt noch. Wenn ich das nächste Teil habe, bin ich erstmal zufrieden.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin oft unruhig und unzufrieden. Gleichzeitig macht mir die Suche Spaß und ich bin kurz richtig begeistert, wenn ich etwas Neues entdecke. Nach einem Kauf bin ich erstmal zufrieden und freue mich darauf. Wenn dieser Reiz nach ein paar Tagen weg ist, bin ich wieder etwas enttäuscht. Manchmal bin ich auch genervt von mir, weil schon wieder irgendwas Neues auf meiner Liste steht.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich schaue während der Mittagspause auf Verkaufsseiten und lese Bewertungen. Abends sitze ich manchmal auf dem Sofa und vergleiche noch zwei oder drei Modelle miteinander. Ich öffne gespeicherte Angebote immer wieder und schicke meiner Freundin Links. Wenn ich etwas kaufe, probiere ich es sofort aus und beschäftige mich ein paar Tage damit. Danach landet vieles einfach im normalen Alltag und ich fange wieder an zu suchen.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, dem nächsten Kauf die Freiheit zu geben, mich nicht glücklich machen zu müssen.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass ich mir etwas Neues kaufen kann, wenn ich es wirklich möchte, aber nicht darauf warten muss, dass damit automatisch ein besseres Gefühl kommt.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, zufrieden, entspannt – und dankbar zu sein für das, was ich bereits besitze, ohne den Wunsch Neues haben zu wollen.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute Abend nicht nach einem neuen Produkt zu suchen, sondern die Kaffeemaschine einzuschalten, die schon in meiner Küche steht, und einfach einen Kaffee zu trinken.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass mein Wunsch nach neuen Sachen nicht grundsätzlich falsch ist. Ich kann mir etwas kaufen, wenn ich es brauche oder wirklich haben möchte. Aber wenn ich jedes Mal darauf setze, dass das nächste Ding meine Unzufriedenheit beendet, fange ich immer wieder von vorne an. Diese Erkenntnis kann mir helfen, mein Geld bewusster auszugeben und wieder mehr von den Dingen wahrzunehmen, die längst zu meinem Leben gehören. Ich muss nicht auf den nächsten Kauf warten, damit ein ganz normaler Dienstag gut sein darf.
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute Abend nicht nach einem neuen Produkt zu suchen, sondern die Kaffeemaschine einzuschalten, die schon in meiner Küche steht, und einfach einen Kaffee zu trinken, wenn ich das Gefühl habe, dass eine Neuanschaffung mein Leben positiv verändern würde.
Deine Antwort:
- Heute lasse ich mein Handy beim Abendessen in einem anderen Zimmer und schaue nicht nach Angeboten.
- Danach mache ich mir einen Kaffee und setze mich zehn Minuten auf den Balkon, auch wenn dort nichts Besonderes passiert.
- In den nächsten vier Wochen kaufe ich nichts für die Wohnung, was nicht wirklich gebraucht wird, und lasse Wünsche erstmal ein paar Tage liegen.
- Wenn ich danach immer noch etwas haben möchte, kann ich mir die Sache in Ruhe anschauen.
- Und wenn ich merke, dass mir die Suche fehlt, mache ich stattdessen etwas mit meiner Freundin oder gehe einfach eine Runde raus.

