Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich übernehme gerade zum ersten Mal die Leitung einer kleinen Arbeitsgruppe. Ich verteile Aufgaben, spreche Termine ab und muss Entscheidungen treffen, die ich vorher nicht treffen musste. Wenn etwas nicht klappt, kümmere ich mich darum und versuche, die Sache schnell zu regeln. Abends schaue ich noch einmal in meine Mails und Nachrichten. Auch am Wochenende denke ich gelegentlich darüber nach, was in der nächsten Woche ansteht.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Ich kenne das doch schon. Irgendwann wird mir alles zu viel. Wenn ich jetzt nicht aufpasse, mache ich wieder dieselben Fehler wie früher. Ich muss von Anfang an zeigen, dass ich die Sache im Griff habe. Wenn jemand mit einer Entscheidung nicht zufrieden ist, habe ich wahrscheinlich etwas falsch gemacht. Vielleicht bin ich für so eine Verantwortung einfach nicht gemacht. Am besten erledige ich lieber etwas mehr selbst, bevor am Ende andere wegen mir Probleme bekommen.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin angespannt und überfordert. Gleichzeitig bin ich gereizt, weil ich kaum noch abschalte. Ich fühle mich unter Druck und manchmal hilflos, wenn mehrere Dinge gleichzeitig auf meinem Tisch landen. Dazu kommt Enttäuschung über mich selbst, obwohl die ersten zwei Wochen eigentlich normal laufen.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich übernehme Aufgaben, die eigentlich bei anderen liegen. Ich frage häufiger nach, ob etwas erledigt wurde, und kontrolliere Absprachen noch einmal. Wenn ein Kollege eine Aufgabe anders löst als erwartet, greife ich schnell ein. Nach Feierabend lasse ich den Laptop oft noch geöffnet und beantworte Nachrichten. Einladungen oder private Termine sage ich eher ab, wenn ich glaube, dass ich noch etwas für die Arbeit erledigen muss.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, meiner bisherigen Erfahrung die Freiheit zu geben, eine Erfahrung von früher zu sein und nicht festzulegen, wie diese neue Aufgabe ausgehen muss.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass ich diese Aufgabe neu kennenlernen darf, ohne schon heute zu wissen, ob ich darin gut sein werde.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, neugierig, erleichtert und gelassener zu sein.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, eine Aufgabe abzugeben und nicht anschließend zu kontrollieren, ob sie genauso erledigt wurde, wie ich es selbst gemacht hätte.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass diese neue Verantwortung zu meinem Leben gehört, weil sich beruflich manchmal etwas verändert und ich dabei nicht sofort alles beherrschen kann. Die Erfahrungen aus früheren Situationen können mir zwar zeigen, worauf ich achten möchte, sie müssen aber nicht bestimmen, was diesmal passiert. Gerade weil ich merke, wie schnell ich wieder alles selbst übernehmen möchte, kann ich lernen, Verantwortung anders zu verteilen und mit mehr Ruhe an neue Aufgaben heranzugehen. Das kann mir langfristig auch außerhalb dieser Arbeitsgruppe helfen.
Deine Antwort:
Ich bin frei, eine Aufgabe abzugeben und nicht anschließend zu kontrollieren, ob sie genauso erledigt wurde, wie ich es selbst gemacht hätte, wenn ich in die neue Verantwortung für einen Job hineinwachsen muss.
Deine Antwort:
- Heute lasse ich nach Feierabend den Arbeitslaptop geschlossen und verschiebe alles, was nicht dringend ist, auf morgen.
- Morgen gebe ich eine konkrete Aufgabe ab, ohne anschließend jede Einzelheit zu kontrollieren.
- Für die nächsten zwei Wochen trage ich einen privaten Termin pro Woche fest in meinen Kalender ein und lasse ihn auch stehen, wenn bei der Arbeit etwas Ungeplantes passiert.
- Wenn ich merke, dass ich wieder alles selbst übernehmen will, warte ich kurz und prüfe, ob die Aufgabe wirklich bei mir liegt.
- So bekomme ich wieder etwas mehr Platz für die Dinge, die außerhalb der Arbeit stattfinden.

