Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich bin vor zwei Wochen von meinem Freund verlassen worden, mit dem ich über sechs Jahre zusammen war. Die Trennung kam für mich aus dem Nichts – er meinte, er müsse sich selbst finden.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Ich frage mich ständig, ob ich etwas falsch gemacht habe oder nicht genug war. Ich denke auch darüber nach, ob ich ihn irgendwie zurückgewinnen könnte.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich fühle mich leer, wie ausgespuckt. Da ist eine Mischung aus Traurigkeit, Wut, Hoffnung und Enttäuschung – alles durcheinander. Es zieht mir den Boden unter den Füßen weg.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich durchforste alte Nachrichten, höre unsere gemeinsamen Lieder in Dauerschleife und scrolle abends stundenlang durch sein Profil.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, unserer gemeinsamen Geschichte die Freiheit zu geben, in meiner Erinnerung bestehen zu bleiben – ohne, dass sie meine Gegenwart blockiert.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass es gut für mich sein kann, wieder ganz bei mir selbst anzukommen – auch wenn das jetzt noch weh tut.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, zu fühlen, dass mein Herz auch ohne ihn wieder leicht und offen sein darf – auf meine eigene Zeit.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, mich auf neue Dinge einzulassen, kleine Auszeiten zu nehmen, Neues auszuprobieren – ohne auf einen Partner Rücksicht nehmen zu müssen.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass diese Trennung zu meinem Leben gehört – und dass sie mir dabei helfen kann, mich selbst neu kennenzulernen, alte Abhängigkeiten loszulassen und mir eine Beziehung zu wünschen, die mich wirklich nährt. Ich hätte diesen Prozess nie freiwillig begonnen, aber jetzt will ich ihn bewusst gestalten.
Deine Antwort:
Ich bin frei, mich auf neue Dinge einzulassen, kleine Auszeiten zu nehmen, Neues auszuprobieren – ohne auf einen Partner Rücksicht nehmen zu müssen, wenn ich unter starkem Liebeskummer leide, weil sich mein langjähriger Freund plötzlich von mir getrennt hat.
Deine Antwort:
- Ich beginne, meine Tage wieder mehr zu strukturieren und schaffe mir kleine Rituale, die mir Halt geben – zum Beispiel morgens ein paar Minuten Yoga oder ein kurzer Spaziergang nach Feierabend.
- Ich schreibe Tagebuch, um meine Gedanken zu sortieren und die Perspektive zu wechseln.
- Ich rede offen mit Freunden über meinen Schmerz, aber auch über meine Hoffnungen.
- Ich vermeide gezielt Trigger – etwa Social Media oder unsere alten Songs – damit ich mir Freiraum für Heilung schaffe. Schritt für Schritt hole ich mir mein Leben zurück.
💔Test: Wo stehe ich gerade in meinem Liebeskummer?
Beantworte die folgenden 7 Fragen ehrlich. Es gibt kein Richtig oder Falsch – jede Antwort hilft dir, dich selbst besser zu verstehen.
1. Was tue ich, wenn ich an meinen Ex-Partner denke?
☐ Ich denke sehr oft an ihn und habe das Gefühl, nicht abschalten zu können.
☐ Ich versuche, ihn bewusst aus meinen Gedanken zu verdrängen.
☐ Ich erinnere mich manchmal, aber es belastet mich nicht mehr so stark.
2. Wie erlebe ich meine Emotionen zurzeit?
☐ Ich fühle mich oft traurig, verletzt oder leer.
☐ Ich habe Wut oder Schuldgefühle, die ich schwer loswerde.
☐ Ich spüre langsam wieder Momente von Ruhe, Dankbarkeit oder Neugier auf das Leben.
3. Wie gestalte ich meinen Alltag seit der Trennung?
☐ Ich funktioniere irgendwie, aber alles fühlt sich sinnlos an.
☐ Ich habe Phasen, in denen ich Dinge schaffe, und andere, in denen ich zurückfalle.
☐ Ich kümmere mich gut um mich selbst und plane kleine schöne Dinge.
4. Was bedeutet Loslassen für mich gerade?
☐ Ich will es, aber weiß nicht wie.
☐ Ich kämpfe innerlich noch dagegen an.
☐ Ich bin dabei, es Stück für Stück zuzulassen.
5. Wie spreche ich mit anderen über die Trennung?
☐ Gar nicht – ich will niemandem zur Last fallen.
☐ Ich spreche manchmal darüber, aber oft wiederhole ich mich.
☐ Ich kann offen und ehrlich über meine Gefühle sprechen.
6. Wie gehe ich mit Rückschlägen um?
☐ Rückschläge werfen mich komplett aus der Bahn.
☐ Ich erkenne sie, aber sie machen mich unsicher.
☐ Ich sehe sie als Teil meines Heilungswegs.
7. Wie blicke ich in die Zukunft?
☐ Ich kann mir noch keine Zukunft ohne ihn vorstellen.
☐ Ich bin zwiegespalten – etwas Hoffnung, aber auch Angst.
☐ Ich beginne, eigene Träume und Ziele zu entdecken.
Auswertung: Wo du gerade stehst
Zähle, wie oft du welche Antwort angekreuzt hast:
- Überwiegend erste Antwort:
Du steckst noch mitten im akuten Herzschmerz. Das ist okay – du musst nichts überstürzen. Sanfte Begleitung und Verständnis helfen dir jetzt am meisten. - Überwiegend zweite Antwort:
Du befindest dich in einer Übergangsphase. Es ist holprig, aber du bist in Bewegung. Du darfst mutig sein und dich dabei trotzdem weich fühlen. - Überwiegend dritte Antwort:
Du bist bereits auf dem Weg des Loslassens. Vielleicht fühlst du dich schon wieder freier und bereit, dich selbst neu kennenzulernen.