Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich bin 44 Jahre alt, habe mich nach 18 Jahren Ehe getrennt und bin jetzt in einer neuen Beziehung, die anders läuft als meine vorherige.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Ich denke, dass ich in meiner Ehe vieles mitgetragen habe, um Streit zu vermeiden, und dass ich lernen muss, klarer zu sagen, was ich will. Außerdem frage ich mich, ob ich überhaupt beziehungsfähig bin, wenn ich mich so lange angepasst habe.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich fühle Erleichterung, aber auch Schuld gegenüber meiner Familie. Gleichzeitig spüre ich Unsicherheit und Hoffnung.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich reflektiere viel, lese über Kommunikation, spreche offener mit meiner neuen Partnerin und übe, Konflikte nicht sofort glattzubügeln.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
- Ich bin bereit, mir die Freiheit zu geben, nicht mehr der „Nette“ sein zu müssen, der alles schluckt.
- Ich bin bereit, meiner Ex-Partnerin die Freiheit zu geben, ihre eigene Sicht auf unsere Ehe zu haben, ohne sie ständig korrigieren zu wollen.
- Ich bin bereit, meiner neuen Partnerin die Freiheit zu geben, mich herauszufordern, auch wenn es unbequem ist.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass Klarheit und direkte Worte keine Beziehung zerstören, sondern sie tragfähiger machen können.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, Zuversicht und innere Stabilität zu empfinden, wenn ich meine Haltung vertrete.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, in Gesprächen ruhig zu bleiben, meine Bedürfnisse konkret auszusprechen und nicht sofort zurückzurudern.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass diese Trennung und der Neuanfang zu meinem Leben gehören und dass sie gut für mich sein können, weil ich dadurch lerne, Verantwortung für meinen Anteil an Beziehungen zu übernehmen und eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu gestalten – etwas, das ich sonst wahrscheinlich weiter vermieden hätte.
Deine Antwort:
Ich bin frei, in Gesprächen ruhig zu bleiben, meine Bedürfnisse konkret auszusprechen und nicht sofort zurückzurudern, wenn ich in alte Beziehungsmuster zurückfalle.
Deine Antwort:
- Ich übernehme Verantwortung für meinen Anteil an vergangenen Mustern, statt nur auf die Fehler der anderen zu schauen.
- Ich übe im Alltag, meine Bedürfnisse klar und sachlich zu formulieren – auch bei kleinen Dingen.
- Ich halte Spannungen aus, ohne sofort Harmonie herstellen zu müssen.
- Ich reflektiere regelmäßig, welche Werte mir in einer Beziehung wirklich wichtig sind.
- Und ich entscheide mich bewusst für Ehrlichkeit, selbst wenn sie kurzfristig unbequem ist.

