Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich arbeite mit 61 Jahren weiterhin in Vollzeit als Geschäftsführer, obwohl ich finanziell nicht darauf angewiesen bin und merke, dass mir die Tätigkeit zunehmend Kraft kostet.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Ich denke, dass ich nicht einfach aufhören kann, weil mein Beruf ein großer Teil meiner Identität ist. Außerdem denke ich, dass andere mich nur ernst nehmen, solange ich aktiv und leistungsfähig bin.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich fühle Druck, innere Unruhe und Erschöpfung. Gleichzeitig spüre ich Stolz und Angst vor Leere.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich übernehme weiterhin Verantwortung, sage bei neuen Projekten zu und halte an meinem Arbeitspensum fest, obwohl ich merke, dass ich Pausen brauche.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
- Ich bin bereit, mir die Freiheit zu geben, nicht mehr ständig leisten zu müssen, um meinen Wert zu spüren.
- Ich bin bereit, meinem Unternehmen die Freiheit zu geben, ohne meine permanente Kontrolle weiterzuwachsen.
- Ich bin bereit, meinem Lebensabschnitt die Freiheit zu geben, sich neu zu definieren, ohne ihn mit meiner Vergangenheit zu vergleichen.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass mein Wert nicht an meiner Position hängt und dass Erfahrung auch ohne Titel Bedeutung hat.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, Ruhe, Zufriedenheit und innere Weite zu empfinden, selbst wenn ich einen Schritt zurücktrete.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, Verantwortung zu delegieren, meine Arbeitszeit zu reduzieren und neue Interessen außerhalb des Berufs auszuprobieren.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass diese Phase der Erschöpfung zu meinem Leben gehört und dass sie auch für mich gut sein kann, weil ich dadurch lerne, mich nicht länger über Leistung zu definieren, sondern Raum für eine neue, bewusst gewählte Lebensgestaltung zu schaffen, die ich sonst nie begonnen hätte.
Deine Antwort:
Ich bin frei, Verantwortung zu delegieren, meine Arbeitszeit zu reduzieren und neue Interessen außerhalb des Berufs auszuprobieren, wenn ich erkenne, dass ich meinen prestigeträchtigen Job nicht mehr aus Freude, sondern aus Angst vor Bedeutungslosigkeit ausübe.
Deine Antwort:
- Ich beginne, meine Arbeitszeit konkret zu reduzieren und feste freie Tage einzuplanen, die nicht verhandelbar sind.
- Ich schreibe mir auf, wer ich außerhalb meiner Berufsrolle bin und probiere jede Woche bewusst eine Aktivität aus, die nichts mit Leistung zu tun hat.
- Ich übe, Aufgaben abzugeben, ohne sie im Hintergrund weiter zu kontrollieren.
- Ich spreche offen mit meinem Umfeld über meinen Wunsch nach Veränderung, statt Stärke zu inszenieren.
- So lerne ich Schritt für Schritt, Leistung loszulassen und mein Leben neu auszurichten.

