Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich fahre nach einem schweren Sturz wieder Fahrrad, aber irgendwie nicht mehr so wie vorher. Bevor ich losfahre, schaue ich meistens noch mal kurz nach den Bremsen. Bei Regen nehme ich lieber das Auto und bei unbekannten Strecken suche ich mir vorher den Weg auf dem Handy raus. Wenn ich unterwegs eine schlechte Stelle sehe, werde ich langsamer oder fahre außen herum. Auch beim Spazierengehen passe ich mehr auf, wo ich hintrete. Eigentlich ist gar nichts passiert seit meinem Sturz, aber ich mache vieles vorsichtiger als früher.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Was, wenn ich wieder stürze? Ich darf diesmal einfach nicht so unvorsichtig sein. Vielleicht passiert genau dann etwas, wenn ich nicht aufpasse. Bei Regen ist es doch eigentlich besser, gar nicht erst loszufahren. Wenn ich die Strecke nicht kenne, weiß ich ja nicht, was mich erwartet. Ich will nicht noch mal so einen Ärger haben. Vielleicht sollte ich manche Sachen einfach lassen.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin oft angespannt und innerlich unruhig. Es nervt mich, dass ich über Dinge nachdenke, über die ich früher gar nicht nachgedacht habe. Manchmal bin ich frustriert, weil ein einfacher Weg zum Supermarkt plötzlich so kompliziert wirkt. Wenn ich wieder zu Hause bin und alles gut gegangen ist, bin ich erleichtert. Gleichzeitig fühle ich mich eingeschränkt.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich kontrolliere mein Fahrrad öfter und suche mir möglichst bekannte Strecken aus. Sobald das Wetter schlechter wird, ändere ich meine Pläne. Bei kleinen Unebenheiten fahre ich langsamer oder steige kurz ab. Wenn Freunde eine spontane Fahrradtour vorschlagen, frage ich erst genau, wo es hingeht. Manchmal nehme ich auch für eine kurze Strecke das Auto, obwohl ich eigentlich lieber mit dem Fahrrad fahren würde.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, der Möglichkeit, dass wieder etwas passieren könnte, die Freiheit zu geben, da zu sein, ohne deshalb jedes Mal meinen ganzen Plan zu ändern.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass ich vorsichtig sein darf, aber nicht jede Fahrt vorher auf mögliche Probleme überprüfen muss.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, ruhiger, neugieriger und zuversichtlicher zu sein.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, morgen wieder mit dem Fahrrad zum Supermarkt zu fahren, ohne vorher die Strecke auf dem Handy zu kontrollieren.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass mein Sturz zu meinem Leben gehört und ich daraus etwas mitnehmen kann. Ich passe heute besser auf und weiß, welche Dinge ich ernst nehmen sollte. Aber ich muss deswegen nicht jede mögliche Gefahr vorher ausschließen. Wenn ich wieder mehr selbst ausprobiere, kann ich mit der Zeit auch wieder herausfinden, was für mich wirklich vernünftig ist und was ich nur aus Vorsicht vermeide. Der Sturz ist passiert, aber er muss nicht bei jeder Fahrt mitfahren.
Deine Antwort:
Ich bin frei, morgen wieder mit dem Fahrrad zum Supermarkt zu fahren, ohne vorher die Strecke auf dem Handy zu kontrollieren, wenn ich Angst vor einem möglichen Sturz mit dem Fahrrad habe.
Deine Antwort:
- Heute fahre ich eine kurze Strecke mit dem Fahrrad, die ich sonst mit dem Auto fahren würde.
- Vorher schaue ich einmal nach dem Fahrrad und lasse es dann dabei.
- In den nächsten zwei Wochen fahre ich mindestens einmal eine Strecke, die ich bisher eher gemieden habe.
- Wenn eine Freundin spontan eine kleine Fahrradrunde vorschlägt, sage ich nicht gleich ab, sondern fahre einfach ein Stück mit.
- Und wenn ich unterwegs doch wieder sehr vorsichtig werde, muss ich mich dafür nicht ärgern, sondern kann einfach weiterfahren.

