Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich helfe regelmäßig in unserem Sportverein aus, wenn jemand kurzfristig ausfällt. Inzwischen übernehme ich zusätzliche Dienste, Fahrten und Aufgaben, die vorher nicht bei mir lagen. Viele Anfragen kommen per WhatsApp und meistens sage ich direkt zu. Dadurch stehen an manchen Wochenenden mehrere Vereinstermine in meinem Kalender. Ich habe zuletzt sogar einen privaten Termin verschoben, weil für den Verein niemand anderes gefunden wurde.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Wenn ich jetzt absage, muss es wieder jemand anderes machen. Die anderen rechnen doch inzwischen mit mir. Eigentlich habe ich schon oft genug geholfen. Warum frage ich mich trotzdem jedes Mal, ob ich diesmal wieder einspringen muss? Wenn ich weniger mache, denken die vielleicht, dass ich plötzlich kein Interesse mehr am Verein habe. Vielleicht sollte ich einfach noch diese eine Sache übernehmen.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin genervt, angespannt und frustriert. Gleichzeitig fühle ich mich schuldig, wenn ich eine Anfrage ablehne. Manchmal bin ich neidisch auf die Leute, die einfach sagen können, dass sie keine Zeit haben. Ich fühle mich eingeengt, wenn wieder eine Nachricht auf dem Handy erscheint. Gleichzeitig bin ich erleichtert, wenn jemand anderes die Aufgabe übernimmt.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich antworte auf Nachrichten oft sofort mit „Ja, passt“. Ich verschiebe private Termine oder suche nach Möglichkeiten, zwei Verpflichtungen an einem Tag unterzubringen. Wenn jemand im Vereinsheim nach einem Helfer fragt, melde ich mich häufig, bevor sich überhaupt jemand anderes äußert. Zu Hause schaue ich meinen Kalender durch und streiche Dinge, die ich eigentlich vorhatte. Manchmal ärgere ich mich später darüber, dass ich wieder zugesagt habe.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, den anderen die Freiheit zu geben, selbst zu entscheiden, wer eine Aufgabe übernimmt, auch wenn ich nicht einspringe.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass eine Absage nicht bedeutet, dass ich den Verein im Stich lasse.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, erleichtert, ruhig und zufrieden zu sein, auch wenn jemand meine Hilfe gerade nicht bekommt.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, bei der nächsten Anfrage erst meinen Kalender zu prüfen und nur dann zuzusagen, wenn der Termin für mich tatsächlich passt.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass diese Situation zu meinem Leben gehört, weil ich lernen muss, meine Zeit nicht automatisch nach den Erwartungen anderer auszurichten. Sie kann langfristig etwas Gutes bewirken, weil ich dadurch genauer merke, welche Verpflichtungen mir wirklich wichtig sind und wo ich bisher nur aus Gewohnheit zugesagt habe.
Deine Antwort:
Ich bin frei, bei der nächsten Anfrage erst meinen Kalender zu prüfen und nur dann zuzusagen, wenn der Termin für mich tatsächlich passt, damit aus meiner Hilfsbereitschaft keine Pflicht wird.
Deine Antwort:
- Heute lasse ich eine neue Vereinsanfrage erst einmal liegen und schaue in Ruhe in meinen Kalender.
- Ich nehme mir für diese Woche einen Abend frei, an dem kein Vereinstermin steht.
- Bei der nächsten Anfrage sage ich nicht sofort zu, sondern antworte erst nach ein paar Minuten.
- Einen privaten Termin, den ich wegen eines Vereinsdienstes verschoben habe, plane ich wieder ein.
- In den nächsten vier Wochen übernehme ich höchstens die Aufgaben, für die ich mich vorher bewusst entschieden habe.

