Zu viele Probleme anderer: Wie du wieder mehr bei dir bleibst

Eine Frau arbeitet in Teilzeit und hat einen großen Freundeskreis, mit dem sie viel über WhatsApp schreibt. Fast jeden Tag kommen Nachrichten über Streit, Ärger im Job, Familienprobleme oder irgendwelche Entscheidungen, bei denen jemand ihre Meinung möchte. Sie antwortet meistens sofort, auch morgens beim Kaffee oder noch kurz vor dem Einschlafen. Wenn sie mit einer Freundin telefoniert, dauert es nicht selten eine Stunde, weil wieder irgendetwas los ist. Danach macht sie oft noch ihre eigenen Sachen, obwohl der Kopf eigentlich schon voll ist. Auch beim Einkaufen oder Kochen schaut sie zwischendurch immer wieder aufs Handy, falls jemand etwas geschrieben hat. In ihrer Wohnung bleiben dadurch Dinge liegen, die sie eigentlich erledigen wollte.

“Ich bekomme fast täglich Nachrichten von Freunden und Bekannten, meistens geht es um irgendwelche Probleme. Ich antworte oft direkt und telefoniere auch, wenn jemand mich braucht. Selbst wenn ich gerade einkaufe, koche oder eigentlich schlafen gehen will, schaue ich noch aufs Handy und schreibe zurück.”

Du kümmerst dich ständig um die Probleme anderer? Erfahre, wie du Grenzen setzt, ohne deine Freunde im Stich zu lassen.

Immer für andere da sein? Wie du lernst, Nein zu sagen

Ein Mann hilft seit Jahren im örtlichen Sportverein aus, wenn jemand für einen Dienst ausfällt. Mal übernimmt er die Kasse, mal baut er vor einem Turnier Tische auf oder fährt morgens noch schnell Getränke holen. In seiner WhatsApp-Gruppe kommen deshalb regelmäßig Nachrichten wie „Kannst du das übernehmen?“, besonders wenn es kurzfristig wird. Auch an einem Samstagabend sitzt er schon mal zu Hause und sagt seiner Familie, dass er am nächsten Morgen wieder für zwei Stunden zum Vereinsheim muss. Wenn jemand absagt, wird er oft als Erster gefragt. In den letzten Wochen häufen sich die Termine, obwohl er eigentlich weniger Zeit im Verein verbringen möchte. Trotzdem sagt er immer wieder zu und trägt die zusätzlichen Termine in seinen Kalender ein.

“Ich helfe regelmäßig in unserem Sportverein aus, wenn jemand kurzfristig ausfällt. Inzwischen übernehme ich zusätzliche Dienste, Fahrten und Aufgaben, die vorher nicht bei mir lagen. Viele Anfragen kommen per WhatsApp und meistens sage ich direkt zu. Dadurch stehen an manchen Wochenenden mehrere Vereinstermine in meinem Kalender. Ich habe zuletzt sogar einen privaten Termin verschoben, weil für den Verein niemand anderes gefunden wurde.”

Du sagst ständig Ja, obwohl du keine Zeit hast? Erfahre, wie du Verpflichtungen loslässt und ohne schlechtes Gewissen klare Grenzen setzt.

Immer für alle da – aber wer ist für mich da? Warum Helfen manchmal zur Belastung wird

Eine Frau ist seit Jahren diejenige, die für Freunde, Verwandte und Bekannte jederzeit erreichbar ist. Sie hört zu, vermittelt, beruhigt und hilft bei Problemen. Als sie selbst eine schwierige Phase durchlebt, stellt sie fest, dass nur wenige Menschen nachfragen, wie es ihr geht. Dadurch beginnt sie zu erkennen, dass sie ihren eigenen Wert lange daran geknüpft hat, für andere unverzichtbar zu sein.

“Ich bin für viele Menschen in meinem Umfeld die erste Ansprechpartnerin bei Problemen, Sorgen und Konflikten. Wenn ich selbst Unterstützung brauche, bekomme ich deutlich weniger Aufmerksamkeit und Interesse zurück.”

Du kümmerst dich ständig um die Probleme anderer und bleibst selbst auf der Strecke? Erfahre, wie Loslassen, gesunde Grenzen und ein stärkerer Selbstwert zu mehr innerer Freiheit führen können.

Freiheiten statt Probleme

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