Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich habe mehrere private Aufgaben, die seit Tagen oder Wochen unerledigt sind. Dazu gehören Papierkram, ein Arzttermin und einige Dinge im Haushalt, die ich immer wieder auf einen späteren Zeitpunkt verschiebe.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Warum kriege ich so einfache Sachen nicht hin? Eigentlich müsste das doch in einer halben Stunde erledigt sein. Morgen mache ich es wirklich, heute ist es sowieso schon zu spät. Und wenn ich jetzt anfange, sehe ich wahrscheinlich gleich noch fünf andere Sachen, die ich auch nicht gemacht habe.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin frustriert, genervt und unzufrieden mit mir. Dazu kommt ein schlechtes Gewissen, besonders wenn ich abends wieder nichts erledigt habe. Manchmal bin ich auch einfach überfordert von dem ganzen Kleinkram.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich räume die Briefe weg, statt sie zu bearbeiten, und öffne manche E-Mails gar nicht erst. Abends beschäftige ich mich mit Handy, Fernsehen oder irgendwelchen Kleinigkeiten und verschiebe die eigentlichen Aufgaben erneut. Wenn ich am Wochenende Zeit hätte, suche ich mir oft etwas anderes, das gerade leichter ist.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, den unerledigten Dingen die Freiheit zu geben, einfach nur Aufgaben zu sein, die noch gemacht werden müssen, und nicht jedes Mal ein Urteil über mich daraus zu machen.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass eine aufgeschobene Aufgabe nichts darüber aussagt, was für ein Mensch ich bin, und dass ich trotzdem heute eine davon erledigen kann.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, erleichterter, ruhiger und zufriedener zu sein.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute den Brief von der Versicherung aus der Schublade zu holen, zu öffnen und die erste notwendige Sache direkt zu erledigen.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass ich die Aufgaben mit meinem ständigen Ärger über mich selbst nicht schneller erledige. Diese Situation gehört gerade zu meinem Leben, und vielleicht kann sie mir langfristig helfen, anders mit Dingen umzugehen, die mir unangenehm sind: nicht erst darauf zu warten, dass ich mich dafür richtig motiviert fühle, sondern einfach anzufangen, auch wenn ich mich vorher noch nicht besonders gut dabei fühle.
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute den Brief von der Versicherung aus der Schublade zu holen, zu öffnen und die erste notwendige Sache direkt zu erledigen, wenn ich unangenehme private Aufgaben immer weiter vor mir her schiebe und mich danach über mich selbst ärgere.
Deine Antwort:
- Ich nehme heute nur einen Brief aus der Schublade und erledige genau das, was damit als Nächstes zu tun ist.
- Danach mache ich bewusst etwas anderes und lasse die restlichen Sachen für diesen Moment liegen.
- Morgen setze ich mich für 15 Minuten an den Papierkram, ohne mir vorzunehmen, gleich alles schaffen zu müssen.
- Für die nächsten vier Wochen lege ich mir außerdem einen festen kurzen Termin pro Woche für solche privaten Kleinigkeiten fest.
- Wenn ich eine Aufgabe wieder verschiebe, fange ich nicht mit Selbstvorwürfen an, sondern schaue einfach, was der nächste konkrete Handgriff ist.

