Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich überlege schon länger, beruflich etwas zu verändern. Dafür lese ich ziemlich viel, schaue mir Stellenanzeigen an und speichere ständig Sachen ab, die irgendwie wichtig sein könnten. Auf meinem Handy habe ich inzwischen eine Menge Screenshots und offene Tabs, und auf dem Schreibtisch liegen mehrere Zettel mit möglichen Weiterbildungen. Eine Bewerbung habe ich bisher noch nicht abgeschickt.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Ich muss erst noch besser wissen, was wirklich zu mir passt. Vielleicht übersehe ich gerade etwas Wichtiges. Was, wenn ich mich falsch entscheide? Ich sollte mich eigentlich noch über die Weiterbildung informieren, bevor ich mich irgendwo bewerbe. Vielleicht finde ich noch einen guten Artikel, der mir die Entscheidung leichter macht.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin angespannt und ziemlich überfordert mit dem ganzen Zeug. Gleichzeitig bin ich frustriert, weil ich so viel Zeit damit verbringe und trotzdem nicht richtig weiterkomme. Manchmal bin ich auch genervt von mir selbst und enttäuscht, wenn wieder ein Sonntag vorbei ist und ich nichts Konkretes gemacht habe.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich öffne morgens auf dem Weg zur Arbeit schon Stellenportale und speichere interessante Angebote ab. Abends schaue ich mir noch ein Video an, obwohl ich eigentlich nur kurz nach einer Sache suchen wollte. Wenn ich einen Lebenslauf anfangen möchte, lande ich schnell wieder bei Artikeln über Bewerbungsfehler oder Vorstellungsgespräche. Meine gespeicherten Beiträge werden immer mehr, aber ich sortiere sie kaum noch.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, meinem Anspruch, erst alles wissen und richtig machen zu müssen, die Freiheit zu geben, auch mal mit unvollständigen Informationen loszulegen.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass ich nicht jede Möglichkeit vorher kennen muss, um eine vernünftige Entscheidung treffen zu können.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, ruhiger, erleichtert und zuversichtlich zu sein.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute nur eine passende Stelle auszuwählen, meinen Lebenslauf dafür anzupassen und die Bewerbung tatsächlich abzuschicken.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass mir die ganzen Informationen eigentlich helfen sollen, aber irgendwann genau das Gegenteil passiert. Ich muss nicht noch mehr über berufliche Veränderungen wissen, um anzufangen. Diese Phase kann mir später sogar helfen, genauer zu unterscheiden, welche Informationen ich wirklich brauche und wann ich einfach ins Tun kommen sollte.
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute nur eine passende Stelle auszuwählen, meinen Lebenslauf dafür anzupassen und die Bewerbung tatsächlich abzuschicken, wenn ich mich ständig informiere, aber nicht vorankomme.
Deine Antwort:
- Ich schließe heute nach der Arbeit für eine Stunde alle Stellenportale und mache erst mal etwas anderes.
- Danach nehme ich mir eine einzige Stelle vor und bewerbe mich, auch wenn mein Lebenslauf noch nicht für jede denkbare Situation perfekt ist.
- Neue Artikel oder Videos speichere ich in den nächsten zwei Wochen nicht sofort ab, sondern frage mich kurz, ob ich diese Information überhaupt brauche.
- Wenn ich merke, dass ich wieder in zehn verschiedene Themen gleichzeitig rutsche, mache ich den einen Tab zu, mit dem ich eigentlich angefangen habe.
- Und am Wochenende lasse ich mindestens einen Nachmittag komplett frei von Karriere-Recherche.

