Du bist in einer ähnlichen Situation und stellst dir die Frage: Wie gehe ich damit um? Was kann ich tun? Wie komme ich raus aus meinem Problem?
Dann lass uns darüber reden und im Gespräch Klarheit schaffen: Die Antworten auf deine Fragen sind bereits in dir vorhanden – sie sind dir nur (noch) nicht klar!
Die Strategie, mit der du die Lösung für dein Problem in dir finden und Ballast loslassen kannst, zeige ich an diesem Beispiel:
👉 Hol dir das Arbeitsblatt als Hilfe zum Reden und Loslassen
Schreibe im Gespräch die Antworten, die du in dir selbst findest, an die entsprechende Stelle – beginne auf Seite 1 oben mit #1.
➡️ Mach mit: Transformiere jetzt dein Problem in Freiheiten!
Das Beispiel dient für dich als Orientierung auf deinem Weg des Loslassens: Ersetze es durch das, was dich belastet.

#1: Dein Problem klar benennen – Was ist los?
Deine Antwort:
Ich bekomme fast täglich Nachrichten von Freunden und Bekannten, meistens geht es um irgendwelche Probleme. Ich antworte oft direkt und telefoniere auch, wenn jemand mich braucht. Selbst wenn ich gerade einkaufe, koche oder eigentlich schlafen gehen will, schaue ich noch aufs Handy und schreibe zurück.

#2: Deine Gedanken hierzu zulassen – Was denke ich?
Deine Antwort:
Wenn ich jetzt nicht antworte, denkt die Person vielleicht, dass sie mir nicht wichtig ist. Ich kann sie doch nicht einfach hängen lassen. Vielleicht braucht sie gerade wirklich jemanden. Und eigentlich kann ich mir die zehn Minuten ja nehmen.

#3: Deine Gefühle hierzu wahrnehmen – Was fühle ich?
Deine Antwort:
Ich bin oft angespannt und irgendwann ziemlich erschöpft. Manchmal bin ich genervt, sage das aber nicht. Dazu kommen Schuldgefühle, wenn ich eine Nachricht erst später beantworte. Gleichzeitig fühle ich mich meinen Freunden verbunden und möchte für sie da sein.

#4: Dein Verhalten hierzu beobachten – Was tue ich?
Deine Antwort:
Ich unterbreche mein Essen, meine Arbeit im Haushalt oder einen Film, sobald eine Nachricht kommt. Bei längeren Gesprächen verschiebe ich meine eigenen Sachen einfach nach hinten. Ich höre mir Probleme an, auch wenn ich eigentlich schon genug für den Tag hatte. Abends liege ich dann noch im Bett und lese alte Nachrichten durch oder überlege, was ich einer Freundin morgen antworten soll.
Wende das Arbeitsblatt und schreibe die weiteren Antworten auf die 2. Seite: beginne unten bei #5 mit deinem Wandel
#5: Bereit sein, eine Freiheit zu geben – Welche Freiheit gebe ich?
Deine Antwort:
Ich bin bereit, den Problemen anderer Menschen die Freiheit zu geben, nicht jedes Mal sofort meine Aufmerksamkeit und meine Zeit zu bekommen.

#6: Freiheit im Denken bekommen – Welche Freiheit im Denken erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei zu denken, dass ich für jemanden da sein kann, ohne jedes Problem mittragen oder sofort lösen zu müssen.

#7: Freiheit im Fühlen bekommen – Welche Freiheit im Fühlen erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, ruhig, leicht, verbunden und zufrieden zu sein.

#8: Freiheit im Verhalten bekommen – Welche Freiheit im Verhalten erhalte ich?
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute eine Nachricht erst morgen zu beantworten und beim Abendessen mein Handy in der Küche liegen zu lassen.

Deine Antwort:
Mir wurde klar, dass mir meine Freunde wichtig sind und ich ihre Probleme nicht kleinreden möchte. Aber wenn ich jedes Thema sofort zu meinem eigenen mache, bleibt für mein Leben immer weniger Platz. Diese Erfahrung kann mir langfristig helfen, besser zu merken, wo meine Verantwortung aufhört und wo die Verantwortung des anderen beginnt.
Deine Antwort:
Ich bin frei, heute eine Nachricht erst morgen zu beantworten und beim Abendessen mein Handy in der Küche liegen zu lassen, wenn die Probleme anderer meinen Alltag bestimmen.
Deine Antwort:
- Heute lasse ich mein Handy beim Kochen bewusst in einem anderen Raum und schaue erst danach auf die Nachrichten.
- Einer Freundin sage ich bei Gelegenheit, dass ich ihr gern zuhöre, aber nicht immer sofort antworten kann.
- In den nächsten Tagen lasse ich Nachrichten auch mal eine Stunde liegen, ohne dafür eine Erklärung zu schicken.
- Wenn ein Gespräch länger wird, sage ich einfach, dass ich jetzt los muss und wir später weitersprechen können.
- Und heute Abend mache ich noch eine Sache, die ich wegen all der anderen Themen schon wieder verschoben habe.

