Angst vor Ablehnung: Wie du lernst, öfter Nein zu sagen

Eine Frau arbeitet seit einigen Monaten in einem neuen Team und sagt bei fast jeder zusätzlichen Aufgabe zu. Wenn Kollegen spontan zum Mittagessen gehen, schließt sie sich an, obwohl sie eigentlich etwas anderes vorhat. Im Büro übernimmt sie häufig kleine Dinge, die andere liegen lassen, und beantwortet Nachrichten auch nach Feierabend. Als sie einmal einen freien Nachmittag für sich blockiert, fragt eine Kollegin, ob sie diesmal nicht mitkommen wolle. Kurz darauf sagt die Frau den eigenen Termin wieder ab. Auch bei der Planung eines gemeinsamen Wochenendes richtet sie sich nach den Wünschen der anderen, obwohl ihre eigenen Vorschläge kaum berücksichtigt werden.

“Ich sage bei zusätzlichen Aufgaben im Büro meistens zu und ändere meine privaten Pläne, wenn jemand etwas mit mir unternehmen möchte. Ich bleibe nach der Arbeit länger, übernehme kleine Erledigungen für Kollegen und antworte auch abends noch auf Nachrichten. Wenn wir mit mehreren Leuten etwas planen, richte ich mich häufig nach den anderen und lasse meine eigenen Termine dafür verschieben.”

Du sagst ständig Ja, obwohl du Nein meinst? Erfahre, wie du weniger Angst vor Ablehnung hast und deine eigenen Grenzen im Alltag ernst nimmst.

Immer für die Familie da: Wie du Verantwortung endlich loslässt

Eine Frau fährt sonntags regelmäßig zu ihrer Mutter und erledigt dort Dinge, um die sie niemand ausdrücklich gebeten hat. Beim Kaffee hört sie sich Beschwerden über andere Familienmitglieder an und versucht anschließend, zwischen den Beteiligten zu vermitteln. Wenn ein Geschwisterteil kurzfristig absagt, springt sie ein und übernimmt dessen Aufgabe bei Familienfeiern. Auch am Telefon sagt sie selten, wenn ihr ein Gespräch gerade zu viel wird. Inzwischen meldet sich ihre Familie häufig bei ihr, sobald irgendwo etwas geklärt oder organisiert werden muss. Sie sagt meistens zu und hält ihren eigenen Kalender dafür frei.

“Ich kümmere mich in meiner Familie häufig darum, dass Dinge organisiert werden und Gespräche nicht aus dem Ruder laufen. Wenn jemand Schwierigkeiten mit einem anderen Familienmitglied hat, werde ich angerufen. Bei Treffen übernehme ich oft zusätzliche Aufgaben und richte meine Zeit danach aus. Ich sage selten ab und übernehme auch Dinge, die eigentlich jemand anderes erledigen könnte.”

Du fühlst dich für die Familie ständig verantwortlich? Erfahre, wie du Grenzen setzt, ohne deine Beziehungen aufzugeben oder dich schuldig zu fühlen.

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